Die Hippie-Bewegung
Die Anfänge der Hippie-Bewegung und ihrer Anhänger (Hippies) finden sich in den 1950er Jahren. Die damalige Bewegung der sog. Hipster, deren beider Wortstamm der englische Begriff „hip“ für „angesagt“ darstellt, und der damit verbundene Lebensstil dieser US-amerikanischen urbanen Subkultur, eine moderne amerikanische Interpretation europäischer Bohemien, gelten als die kulturellen Ursprünge der Hippie-Bewegung, welche in den 60er Jahren entstand und bin in die späten 70er Jahre hineinreichte, bis sie von aufbauenden Subkulturen wie der Punkszene nach und nach abgelöst wurde.
Von der chronologischen Abfolge einmal abgesehen wird San Francisco als die Geburtsstädte der, salopp auch als Flower-Power bezeichneten, Friedensbewegung gehandelt. Die ursprünglich dem Mainstream entgegenstehende Jugendkultur fand recht schnell Anhänger in der breiten Masse und wurde folglich selbst zum Mainstream, verlor dabei aber kaum eines seiner Ideale.
Die Hippie-Bewegung – wofür sie steht und was sie macht
Im Fokus der Hippies und ihrer Lebensweise steht die absolute Freisagung von der Fremdbestimmung, hin zum selbstbestimmten und friedlichen Leben miteinander und untereinander, ohne autoritäre Einflüsse. Sie wurde begleitet vom, und fand ihren engagierten Höhepunkt sowohl gesellschaftlich wie auch politisch im Vietnamkrieg, sodass auch der Aspekt friedlichen Miteinanders, der grundlegende Pazifismus der Hippies, eine große Rolle in der Hippiekultur einnahm. „Make love, not war“ war das zentrale Motto das im Jahre 1967 geprägt wurde, mit dem auch gleich einen weiteren wichtigen Punkt der Lebensphilosophie transportierte: die freie Liebe. Die konsumkritische Gegenkultur zum Kapitalismus suchte darüber hinaus eine tiefere, spirituelle Erfahrung im Drogenkonsum, vorwiegend Marihuana und LSD, und plädierte durchaus offen für den freien Drogenkonsum im Zuge der Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung.
Woodstock
Sinnbildlich für die Hippie-Bewegung steht auch heute noch das wohl bekannteste und lange Zeit rückblickend wohl weltweit größte Musikfestival der Welt: Woodstock. Offiziell als „Woodstock Music and Art Festival“ benannt fand der Event vom 15. bis 17. August des Jahres 1969 statt, und umfasste die Auftritte von 32 Bands und Musikern, von denen einige später zu Weltruhm gelangen sollten (z.B. Joe Cocker). Ursprünglich war Woodstock eigentlich kommerzieller Natur geplant, entsprang also nicht den Grundfesten der Hippie-Bewegung. Man schätzt die Besucherzahlen des Festivals auf um die 400.000 Menschen, geplant und erwartet waren eigentlich nur 60.000 gewesen. Tatsächlich, und das ist bis heute eine Rekordzahl, haben sich insgesamt rund 1 Million Menschen auf den Weg zum Woodstock-Festival gemacht. Die meisten davon, also über die Hälfte, erreichten den Veranstaltungsort jedoch nie, aus logistischen und infrastrukturellen Gründen (die Zugangswege waren schlicht weg überfüllt und verstopft), sodass rund 600.000 Besucher von der Polizei wieder nach Hause geschickt wurden. Dass das ursprünglich kommerzielle Festival am Ende kostenlos für alle Zuschauer stattfand lag am überwältigenden Ansturm von Gästen, die Zäune und Abgrenzungen niedertrampelten, sodass die Zugangswege bereits unkontrolliert und frei zugänglich lagen – Einlasskontrollen wären hier komplett unmöglich gewesen, man erklärte kurzerhand den Event für kostenlos. Geplant waren 18 Dollar für drei Tage Festival.
Spiritualität
Nicht alle, aber viele Hippies verbanden mit der Bewegung auch tiefe spirituelle Einsichten, und machten sich auf Pilgerfahrten in Richtung Asien, wo sie teilweise auch heute noch leben. Diese Gesellschaftsauswanderer leben zumeist im Einklang mit der Natur, sind Selbstversorger, und leben eher abgeschieden in einfacheren Behausungen.
Image:Angela Hawkey – Fotolia
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